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Zwischen Fürsorge und Erschöpfung: Wo bleibst du?

Du organisierst, planst, gibst und kümmerst dich um vieles – den Haushalt, deine Arbeit und deine Familie. Doch wann kümmerst du dich um dich selbst? „Ich kann warten“, „ich komme dann schon auf meine Kosten“, „ich schaffe das schon.“
Klar schaffst du das – aber macht es dich auch glücklich?

Selbstfürsorge und Selbstliebe sind keine romantischen Konzepte. Sie sind die Grundlage für unsere mentale Gesundheit und das Gelingen gesunder Beziehungen. Sie schützen dich davor, auszubrennen, und erhalten die Verbindung zu dir selbst und zu anderen. Denn wer erschöpft ist, kommuniziert aus einem inneren Mangel heraus. Unsere Erwartungen verändern sich –
ebenso wie unser Verhalten und unsere Wahrnehmung.

Esther Perel bringt es auf den Punkt: „Die Beziehung zu dir selbst ist die wichtigste Beziehung, die du führst – denn sie
bestimmt, wie du mit anderen in Beziehung gehst.“ In Zeiten hoher Belastung geht Selbstfürsorge oft verloren. Dabei brauchen wir sie gerade dann besonders. Guy Bodenmann (2016) hält fest: Wer erschöpft ist, fordert mehr vom anderen, ist weniger verständnisvoll und verliert leichter die emotionale Verbindung. Also: Tu es für dich – und für deine Beziehungen.

Wie zeigt sich Selbstliebe im Alltag?
  • In der Art, wie du mit dir selbst sprichst:
    Wärst du auch so kritisch zu deinen Freund:innen? Sprich freundlich statt fordernd mit dir selbst.
  • In kleinen Ritualen, die dir guttun: Eine Tasse Tee in Ruhe trinken, eine Pause am Fenster, Musik hören, ein Bad nehmen oder ein Abendessen ohne Stress – kleine Momente mit grosser Wirkung.
  • In klaren Grenzen: Ein Nein zu anderen oder anderem ist oft ein Ja zu dir oder dem, was dir wichtig ist. Nein ist – genauso wie Ja – ein vollständiger Satz, wie dies Adam Grant auch benennt.
  • In deinem Kalender: Plane bewusst Zeit für dich selbst ein – nicht nur für Pflichten und Termine.

Auch deine Beziehungen profitieren davon. Wer sich selbst wertschätzt, kann authentisch geben, ohne auszubrennen. Zärtlichkeit beginnt bei dir. Wenn du dir selbst liebevoll begegnest, stärkst du deine Fähigkeit, auch anderen liebevoll zu begegnen – ohne heimliche Erwartungen oder unterschwellige Vorwürfe.

Buchtipps & Quellen:

Grant, A. (2021). Think again: The power of knowing what you don’t know. Viking.

Grant, A. (2025, April 29). How to say no [Audio-Podcast-Episode]. In ReThinking. Apple Podcasts.

Bodenmann, G. (2016). Bevor der Stress uns scheidet: Resilienz in der Partnerschaft (2., unveränd. Aufl.). Hogrefe.

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